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04.11.2006Neuer Campus der Fachhochschule der Polizei des Landes Brandenburg feierlich eröffnet | 67/2006

Mit einem Festakt ist am (heutigen) Sonnabend nach rund dreijähriger Bauzeit der neue Campus der Fachhochschule der Polizei des Landes Brandenburg in Oranienburg eröffnet worden. Brandenburgs stellvertretender Ministerpräsident und Innenminister Jörg Schönbohm übergab im Beisein von Finanzminister Rainer Speer und Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka symbolisch den „Hausschlüssel“ an Fachhochschulpräsident Rainer Grieger.

Innenminister Jörg Schönbohm bezeichnete die neue Bildungs- und Forschungsstätte als die „bisher wichtigste Investition Brandenburgs für einen professionellen und motivierten Polizeinachwuchs“, die sich unmittelbar und langfristig für die Sicherheit der Menschen im Land auszahle. Die neue moderne Fachhochschule der Landespolizei sei nicht nur mit Blick auf potentielle Bewerber ein gewichtiges Argument für eine Polizeiausbildung in Brandenburg. „Wer sich an der neuen ‚FHPol’ umschaut, muss ganz einfach von diesem attraktiven Campus überzeugt sein“, betonte Schönbohm unter Verweis auf die bisher ergebnislosen Bemühungen um eine gemeinsame Polizeiausbildung mit dem Nachbarn Berlin.

Finanzminister Rainer Speer sagte: „Die Fachhochschule entstand an einem besonderen, historisch sensiblen Ort. Die Gebäude sind mehrheitlich in der NS-Zeit errichtet worden und waren Bestandteil des Konzentrationslagers. Die Absicht, an dieser Stelle eine Fachhochschule der Polizei zu errichten, war deshalb nicht unumstritten. Umso wichtiger war es für mich, dass die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten uns bei dieser Standortwahl unterstützt hat. Wo in der Vergangenheit unter dem NS-Unrechtsregimes die Freiheit brutal unterdrückt und Menschen entrechtet wurden, erfolgt heute die Ausbildung des Polizeinachwuchses streng nach den Prinzipien der Demokratie und der Rechtsstaatlichkeit. Es ist gut und wichtig, dass die Fachhochschule und die Stiftung bei der historisch-politischen Bildung der Studierenden intensiv zusammenarbeiten.“

Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka betonte: „Die Einrichtung einer Fachhochschule der Polizei ist das Ergebnis gemeinsamer Bemühungen verschiedener Ministerien. Dabei ist es gelungen, in der Ausbildung wesentliche Grundsätze nach dem Brandenburgischen Hochschulgesetz zu regeln. Nun steht dafür auch ein moderner Campus zur Verfügung.“

Die künftigen Nutzer aus Brandenburg sind schon jetzt des Lobes voll über „die Neue“. Fachhochschulpräsident Rainer Grieger: „Mit den umfassend sanierten und teilweise neu erbauten Räumen auf dem in Oranienburg entstandenen Campus erhält die Fachhochschule der Polizei exzellente Ausgangsbedingungen, um ihren gesetzlichen Auftrag für Studium und Ausbildung des Polizeinachwuchses, für anwendungsorientierte Forschung sowie die zentrale Fortbildung aller Brandenburgischen Polizeibeamten optimal zu erfüllen. Unser Dank gilt in erster Linie den Planern und Bauleuten, aber auch den Entscheidungsträgern, die dieses ermöglicht haben.“

Der neue Campus nutzt einen Teil des ehemaligen SS-Truppenlagers, auf dem nach der NS-Diktatur die Rote Armee, die Kasernierte Volkspolizei, das 1. Mot.-Schützenregiment der Nationalen Volksarmee, die Bundeswehr und zuletzt von 1991 bis 2002 das Polizeipräsidium Oranienburg ansässig waren.

Für rund 41,5 Mio. Euro wurden ein Hörsaalgebäude, vier Gebäude mit Fachkabinetten, Kurs- und Seminarräumen, eine Hochschulbibliothek und eine Raumschießanlage unter strengen Auflagen des Denkmalschutzes und in Abstimmung mit der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten komplett rekonstruiert. Neu erbaut wurden eine Sporthalle mit angeschlossener Judohalle und Fitnessräumen sowie die Hochschulmensa. Des Weiteren sind zwei alte Kasernengebäude zu 210 Unterkünften für Fortbildungsteilnehmer umgebaut worden. In drei sanierten Bürogebäuden sind künftig neben Mitarbeitern der Fachhochschule auch eine Außenstelle des Polizeiärztlichen Dienstes und wie bisher die dezentrale Fortbildung des Schutzbereiches Oberhavel sowie die 2. Einsatzhundertschaft der Landeseinsatzeinheit zu Hause. Ebenso ist die Wasserschutzpolizeiwache Lehnitz auf dem Gelände der Fachhochschule verblieben.

Alle Studienräume sind mit modernen technischen Anlagen ausgestattet. Sie bieten Platz für über 800 Studierende und Auszubildende sowie jährlich mehrere tausend Fortbildungsteilnehmer. Vor wenigen Tagen haben 114 Studierende und 79 Auszubildende ihre Polizeiausbildung in Oranienburg fortgesetzt und 110 Anwärter für den mittleren und gehobenen Polizeivollzugsdienst neu begonnen. Parallel haben 29 Aufsteiger, die ihre Qualifizierung für den gehobenen Polizeidienst erlangen wollen, ihr Studium aufgenommen. Unter ihnen sind erstmals eine Beamtin und ein Beamter der Polizei des Deutschen Bundestages. Ihren Start ins Studium hatten in Oranienburg auch vier Brandenburger und drei Berliner Polizeibeamte, die auf ihrem Weg zum „Master of Public Administration - Police Management“, im Oktober 2007 ihr Studium an der Deutschen Hochschule der Polizei in Münster fortsetzen.

Nach der Schlüsselübergabe erfolgte heute an der neuen Fachhochschule der Polizei Brandenburgs auch die Vereidigung der Beamtenanwärter und Beamten-anwärterinnen des Einstellungsjahrganges 2006. Zum heutigen Eröffnungstag hatte die FHPol in Oranienburg zu einem „Tag der offenen Tür“ und dabei zu einem vielfältigen Programm mit Präsentationen der gesamten Landespolizei eingeladen.

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