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Personalbedarfsplanung

Das Prinzip der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit als Handlungsgrundlage der öffentlichen Verwaltung erfordert auch in Zeiten knapper Personalressourcen die effiziente Gestaltung der Organisationsstrukturen sowie der sachgerechten Aufgabenerledigung mittels einer langfristigen Personaleinsatzsteuerung. Das Ministerium der Finanzen ist dahingehend dafür zuständig, eine Personalbedarfsplanung nach § 17a der brandenburgischen Landeshaushaltsordnung (LHO) vorzulegen. Danach sind aufgabenbezogen und im Rahmen der Haushaltslage Zielzahlen betreffend die durch Landesmittel finanzierten und der Landesregierung zugeordneten (Plan-)Stellen und Beschäftigungspositionen zum Ende des Planungszeitraums aufzustellen und im Zusammenhang mit der Haushaltsaufstellung regelmäßig fortzuschreiben.

Die erste Personalbedarfsplanung wurde am 01.04.2001 von der Landesregierung beschlossen. Der Planungszeitraum lief bis Ende 2005. Es erfolgte eine regelmäßige Fortschreibung der Planung jeweils im Zusammenhang mit den Haushaltsaufstellungsverfahren. Die am 03.07.2018 beschlossene Personalbedarfsplanung („Personalbedarfsplanung 2022") sieht eine Gesamtzielzahl von 45.340 landesfinanzierten Stellen (ohne rund 3.300 Stellen der Hochschulen) vor.[1] Die Personalbedarfsplanung ist dabei ein Planungsinstrument; sie bedarf der Umsetzung in den Haushaltsplänen. Die Planungsbasis der Personalbedarfsplanung 2022 bildeten die im Haushaltsplanentwurf 2019 veranschlagten Stellen, die Umsetzung der Personalbedarfsplanung 2022 erfolgt im Haushaltsplan 2021/2022.

Die Personalbedarfsplanung und ressortübergreifende Personalentwicklungsplanung für die brandenburgische Landesverwaltung dient dem Zweck, den Einsatz der wertvollen Ressource Personal zu regeln und den einzelnen Aufgaben des Landes zuzuordnen. Dabei sind die politischen Prioritäten der Landesregierung zu berücksichtigen.

Die Personalbedarfsplanung 2022 spiegelt im Rahmen der Personalausstattung die Schwerpunktsetzungen der Landesregierung, vor allem durch personelle Absicherungen und Verstärkungen in den Bereichen Bildung, innere Sicherheit, Justiz, Infrastruktur/Straßenverwaltung sowie Digitalisierung, wider.

Die Landesregierung sieht sich dem Ziel verpflichtet, die Leistungsfähigkeit des Öffentlichen Dienstes im Sinne einer bürgernahen und effektiven Verwaltung auch künftig zu gewährleisten. Mit der Personalbedarfsplanung 2022 zum Doppelhaushalt 2019/2020 wurden der Personalabbau im Land Brandenburg gestoppt und Personalaufwüchse in allen Bereichen der Landesverwaltung beschlossen. Zudem wird der demografisch bedingte Generationenwechsel in der öffentlichen Verwaltung des Landes unter Gewährleistung des Wissenstransfers aktiv gestaltet. Dabei steht die Gewinnung von Nachwuchskräften im Fokus. Die Zahl der den Fachressorts zur Verfügung gestellten spezifischen Nachwuchsstellen wurde deshalb für die Jahre 2019/2020 deutlich erhöht. Darüber hinaus soll der Nachbesetzungsbedarf durch eine hohe Zahl der Auszubildenden, Anwärterinnen/Anwärter und Referendarinnen/Referendare aufgefangen werden. Interessierte sind bei entsprechender Qualifikation aufgefordert, sich auf die Stellenausschreibungen und Ausbildungsangebote des Landes Brandenburg zu bewerben, die Sie hier finden.

 


[1] Die Zahl der Beschäftigten (Köpfe) weicht von der Stellenzahl ab. Auf jeder Stelle können mehrere (Teilzeit-)Beschäftigte zusammengefasst zu einer Vollzeiteinheit (VZE) geführt werden.

 

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Letzte Aktualisierung: 30.04.2019
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