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26.09.2018Digitalisierungsoffensive in der Finanzverwaltung | 68/2018

Finanzminister besucht beide Cottbuser Finanzämter – technisches Finanzamt ist Dienstleister für das ganze Land

Neues Fenster: Bild - Finanzminister Görke besucht TFA und FA Cottbus - vergrößern Finanzminister Christian Görke beim Besuch des Technischen Finanzamts Cottbus und des Finanzamts Cottbus. © MdF/Jana Kuste

Cottbus – In kaum einem Finanzamt sind die Veränderungen durch die Digitalisierungsoffensive der vergangenen Jahre mehr zu sehen als im Technischen Finanzamt (TFA) in Cottbus. Hier wurde eine Vielzahl automationstechnischer Vorhaben realisiert, die in fachlicher und technischer Hinsicht zu spürbaren Verbesserungen der Arbeit in den Finanzämtern in ganz Brandenburg geführt haben. Davon überzeugte sich heute Brandenburgs Finanzminister Christian Görke bei einem Besuch des TFA in Cottbus.

Die Steuerverwaltung des Landes Brandenburg hat in den vergangenen fünf Jahren 19 Millionen Euro in die Automation investiert. Damit wurden beispielsweise sämtliche Prüfungsdienste in den Finanzämtern mit neuer leistungsfähiger Hardware ausgestattet. Die Online-Anbindung der Groß- und Konzernbetriebsprüfer und -prüferinnen ist inzwischen flächendeckend eingeführt. Damit ist jederzeit ein Online-Zugriff auf Mailverfahren, Wissensdatenbanken und Fachverfahren möglich. Derzeit läuft landesweit die Onlineanbindung sämtlicher Betriebsprüfungslaptops unter den besonders hohen Anforderungen an den Datenschutz und zur Wahrung des Steuergeheimnisses.

Aber mit dieser dynamischen Entwicklung wächst auch der Bedarf an personellen und finanziellen Ressourcen. Finanzminister Christian Görke sagte bei seinem Besuch: „Durch organisatorische Maßnahmen und die vollständige Nachbesetzung frei werdender Stellen wurde der Personalbestand des TFA Cottbus in den vergangenen Jahren auf einem konstanten Level gehalten. Seit dem Doppelhaushalt 2017/2018 ist es gelungen, dem TFA auch zusätzliche Stellen zur Verfügung zu stellen. Derzeit werden die neuen Kolleginnen und Kollegen eingearbeitet und es erfolgen weitere Stellenausschreibungen. Wir freuen uns, dass wir gerade in dieser Region attraktive Arbeitsplätze schaffen können.“ So wurden im vergangenen Jahr zwölf neue Stellen geschaffen, in diesem Jahr eine und für die beiden kommenden Jahre werden voraussichtlich vier neue Arbeitsplätze besetzt werden können.

Der Vorsteher des Technischen Finanzamtes Joachim Wrede erläuterte die umfangreichen Modernisierungs- und Erweiterungsbauten im Rechenzentrum des TFA: „Neben der Modernisierung der Lüftungs- und Klimatechnik und dem Aufbau einer Netzersatzanlage (Notstromaggregat) kamen seit 2016 noch weitere Ertüchtigungsmaßnahmen dazu, wie die Neubeschaffung und der Aufbau einer leistungsfähigen Druckstraße.“ Dabei werden hier keine Steuerfälle nach klassischer Vorstellung „bearbeitet“, fügte der Vorsteher zum Verständnis hinzu. „Wir sind Teil jedes Finanzamts und erledigen den automationsgestützten Teil der Veranlagung und der Erhebung“, sagte Joachim Wrede. Dabei sei das TFA nicht nur Partner für die 13 Finanzämter im gesamten Land, sondern auch für die Zentrale Bezügestelle, für das Finanzministerium, für andere Bundesländer und den Bund.

Auch im Cottbuser Finanzamt spielt der Ausbau der Automation in der Steuerverwaltung eine entscheidende Rolle. Die Vorsteherin des Finanzamtes Christiane Wrede erinnerte in dem Zusammenhang daran, dass ihr Finanzamt bei der Einführung maßgeblicher Programmunterstützungen  im Veranlagungsbereich als eines der ersten Finanzämter in Brandenburg beteiligt war und mit enger Begleitung des technischen Finanzamts einen gelungenen Umstellungsprozess auf eine überwiegend automationsbasierte Bearbeitung von Steuererklärungen vollzogen hat. „Dies hat für alle Beteiligten zu einer spürbar zügigeren Bearbeitung geführt“, stellte sie fest und ergänzte, dass hier eigene umfassende Schulungsmaßnahmen im Steuerrecht und für die sichere Anwendung der zur Verfügung gestellten Automationsprogramme entwickelt wurden, um die Qualifikation aller Kolleginnen und Kollegen im Finanzamt zu erhalten und auszubauen.

Der Finanzminister schätzt dieses Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besonders hoch ein und dankte der Vorsteherin ausdrücklich für ihren Beitrag zur Ausbildung der Nachwuchskräfte. Geboten werden in der Finanzverwaltung eine zweijährige Ausbildung zur Finanzwirtin/ zum Finanzwirt und ein dreijähriges duales Studium zur Diplom-Finanzwirtin/ zum Diplom-Finanzwirt (FH). Der theoretische Teil von Ausbildung und Studium findet an der landeseigenen Landesfinanzschule und der Fachhochschule für Finanzen in Königs Wusterhausen statt, der praktische Teil in einem Finanzamt wie hier in Cottbus. Wer sich für eine Laufbahn in der Finanzverwaltung interessiert, findet alle Informationen unter steuer-deine-zukunft.de

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