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Einreichung von Belegen zur Einkommensteuererklärung nur noch nach Anforderung durch das Finanzamt

Belege einreichen ist nicht mehr notwendig

Steuern-Karteireiter Neues Fenster: Bild - Steuern_Karteireiter - vergrößern Steuerinformation ©Falko Matte/fotolia.de

In den Finanzämtern hat sich der Umgang mit Belegen geändert. Während in der Vergangenheit Belege bereits mit der Einkommensteuererklärung einzureichen waren, müssen Sie diese jetzt nur noch vorlegen, wenn Sie das Finanzamt dazu auffordert.

Es ist auch nicht mehr zweckmäßig, Belege schon mit der Einkommensteuererklärung beim Finanzamt einzureichen, da diese nur noch in Ausnahmefällen benötigt und gesichtet werden. Es kann daher sein, dass Belege, die Sie zur Steuererklärung eingereicht haben, nach Bearbeitung der Erklärung zunächst ungeprüft zurückgesandt und zu einem späteren Zeitpunkt (z. B. in einem Einspruchsverfahren) gegebenenfalls wieder angefordert werden.

Die gesetzlichen Aufbewahrungspflichten sind aber weiterhin zu beachten.

Das ELSTER-Merkblatt „Umgang mit Belegen zur Einkommensteuererklärung“ finden Sie hier.

Alle erforderlichen Angaben in der Steuererklärung vornehmen

Die Finanzämter brauchen eine möglichst vollständige, konkrete und aussagekräftige Darstellung des Sachverhalts in der Steuererklärung. So könne auch Beleganforderungen durch die Finanzämter auf ein Minimum reduziert werden.

Das setzt voraus, dass Sie den Inhalt der in der Steuererklärung geltend gemachten Maßnahme so konkret wir möglich formulieren:

Beispiele für eine nicht aussagekräftige Darstellung:

  • Spende 250 €
  • Fortbildung 700 €
  • Reparaturen 800 €

 Beispiele für eine aussagekräftige Darstellung:

  • SOS-Kinderdorf (06/2018) 250 €
  • Ärztekongress München (13.-16.05.2018) – Teilnahmegebühr 700 €
  • 26.06.2018: Lohnanteil Reparatur Heizung (Heizungsbau GbR) 500 €

Des Weiteren ist wichtig, dass Sie die in der Steuererklärung geltend gemachten Sachverhalte (z. B. Werbungskosten, Spenden, Haushaltsnahe Dienstleistungen) nicht als Gesamtsumme, sondern möglichst in Einzelpositionen aufschlüsseln. Insbesondere bei der Anlage V (Vermietung und Verpachtung) und der Anlage EÜR (Einnahmenüberschussrechnung) ist es dringend erforderlich, die Einzelpositionen einzutragen, um dem Finanzamt alle relevanten Informationen für eine Bearbeitung zu liefern.

Zeile „Ergänzende Angaben zur Steuererklärung“

Soweit Sie im Ausnahmefall Sachverhalte nicht in der Steuererklärung angegeben können bzw. eine von der Verwaltungsauffassung abweichende Rechtsauffassung vertreten, können Sie die Zeile „Ergänzende Angaben zur Steuererklärung“ nutzen (§ 150 Abs. 7 AO, § 155 Abs. 4 AO).

Dabei ist zu beachten, dass ein Eintrag in dieser Zeile zu einer personellen Prüfung führt, die gegebenenfalls Rückfragen und eine längere Bearbeitungszeit nach sich zieht.

Anträge getrennt von der Steuererklärung einreichen – „Mein ELSTER“ nutzen

Es empfiehlt sich, Anträge (z. B. auf Änderung einer Bankverbindung oder Anpassung von Vorauszahlungen) getrennt von Steuererklärungen und Belegen zu übersenden. Damit ist sichergestellt, dass wichtige Anträge zeitnah vom Finanzamt bearbeitet werden können. Sie haben auch die Möglichkeit, Mitteilungen und verschiedene Anträge (z. B. auf Fristverlängerung) mit „Mein ELSTER“ elektronisch an Ihr Finanzamt zu senden sowie einen Einspruch einzulegen. Ihre Anträge erreichen so sicher und schnell die Zuständigen im Finanzamt und können zeitnah bearbeitet werden.

Weitere Informationen hierzu finden Sie unter https://finanzamt.brandenburg.de und www.elster.de.

Letzte Aktualisierung: 09.01.2019