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15.07.2017Brandenburg hat 72 neue Steuerfachangestellte | 52/2017

Finanzstaatssekretärin Trochowski gratuliert ihnen und ruft sie zu lebenslangem Lernen auf

Neues Fenster: Bild - Finanzstaatssekretärin Daniela Trochowski - vergrößern Finanzstaatssekretärin Daniela Trochowski ©Senatsverwaltung für Finanzen Berlin

Potsdam – Im Land Brandenburg haben in diesem Jahr 72 Frauen und Männer erfolgreich die Steuerfachangestellten-Prüfung bestanden. Brandenburgs Finanzstaatssekretärin Daniela Trochowski gratulierte ihnen am Samstag bei einer feierlichen Zeugnisübergabe in Potsdam. Nach dem Abschluss der dreijährigen Ausbildung nehmen Steuerfachangestellte in der Regel die Tätigkeit bei Steuerberaterinnen oder Steuerberatern auf. Die Abschlussprüfung wird einmal im Jahr durch die Steuerberaterkammer Brandenburg abgenommen, die auch die heutige feierliche Zeugnisübergabe ausrichtete.

Finanzstaatssekretärin Trochowski, die als Gastrednerin eingeladen war, ging in ihrer Rede auf die „Kompliziertheit und Schnelllebigkeit des deutschen Steuerrechts“ ein. „Allzu oft sind die Steuergesetze von heute schon morgen wieder Steuergeschichte. Und ich befürchte, dass das Steuerrecht auch künftig nicht einfacher werden wird, trotz aller Anstrengungen, die hierzu immer wieder unternommen werden“, resümierte Trochowski. Sie rief die 72 neuen Steuerfachangestellten daher auf, sich fortlaufend fortzubilden. „Das Schlagwort vom „lebenslangen Lernen“ ist wohl nirgendwo so aktuell wie im Steuerrecht“, sagte sie.

Hinsichtlich der Komplexität des Steuerrechts wies die Finanzstaatssekretärin darauf hin, dass Brandenburg sich in den letzten Jahren durch entsprechende Anträge im Bundesrat immer wieder dafür einsetzte, sozial ausgewogene und finanzierbare Möglichkeiten zur Vereinfachung des Steuerrechts zu realisieren. „Oft steht der hohe Anspruch an die Steuergerechtigkeit und vor allem die Finanzierbarkeit der Maßnahmen einer Steuervereinfachung entgegen. Und manchmal sind es schlicht wahltaktische Überlegungen, die eine eigentlich von allen Parteien als richtig erkannte Lösung dann doch scheitern lassen“, sagte Trochowski in ihrer Rede.

Brandenburg habe dies jüngst mit seinem Antrag zur Abschaffung der Abgeltungsteuer erfahren müssen, der darauf gerichtet gewesen sei, die bestehende durch „nichts zu rechtfertigende Privilegierung der Bezieher von Kapitalvermögen“ zugunsten einer wieder an der persönlichen Leistungsfähigkeit orientierten Besteuerung abzulösen. Trochowski: „Leider hat sich in der entscheidenden Bundesratsabstimmung hierzu keine Mehrheit gefunden, aber das Thema wird nach der Bundestagswahl ganz gewiss wieder in den Fokus rücken.“

Von 96 dieses Jahr im gesamten Land Brandenburg zu den Prüfungen angetretenen Auszubildenden konnten 72 die letzte Hürde zum Beruf Steuerfachangestellte/r erfolgreich nehmen. Die Staatssekretärin unterstrich, dass die Rate von 75 Prozent erfolgreich bestandener Prüfungen zeige, wie anspruchsvoll die Ausbildung sei.

Derzeit gibt es im Land Brandenburg mehr als 230 Auszubildende zum/r Steuerfachangestellten bei 116 Ausbildungsbetrieben. Finanzstaatssekretärin Trochowski wies jedoch darauf hin, dass eine Zahl aufhorchen lasse: 18 Ausbildungsplätze konnten im vergangenen Jahr nicht besetzt werden. 

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